Eine grosse Familientradition ist Grund für reiche Erfahrung, wie auch Herausforderung zu produktiver Auseinandersetzung mit den Leistungen früherer Generationen.
Die Geschichte des Hauses Späth beginnt im 18. Jahrhundert, als der aus dem schwäbischen Hohenmemmingen stammende Johann Georg Späth 1742 die erste Kirchenorgel für Faurndau baute und Jacob Späth zusammen mit seinem Schwiegersohn den Tangentenflügel erfand. Aus der Familie Späth wählten in jeder Generation mehrere Söhne den Beruf des Orgelbauers, unter ihnen Emil und Hubert Späth. Diese verliessen den Familiensitz Ennetach 1909 gemeinsam und übernahmen im schweizerischen Rapperswil den Betrieb von Heinrich Spaich. Noch heute bestehen in Deutschland unabhängig voneinander zwei Orgelbaufirmen aus der Späth-Dynastie, in Freiburg im Breisgau und weiterhin in Ennetach.
In Rapperswil begannen die Gebrüder Späth der Zeit entsprechend mit dem Bau pneumatisch gesteuerter Orgeln. Mit der Wertschätzung der Romantik kommen auch die Orgeln aus dieser Zeit wieder erneut zu Ehren.